In der Schweiz hat jeder Kanton seine eigene Politik hinsichtlich der Sozialhilfe, jedoch, die Höhe der Beihilfe wird von der SKOS (Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe http://www.skos.ch/) vorgeschlagen und empfohlen, um die Unterschiede von Kanton zu Kanton zu begrenzen.
Die Sozialhilfe unterstützt nur volljährige Personen (für Minderjährige sind die Eltern verantwortlich). Dieses ist der letzte Ausweg, man versichert sich, dass Du alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft hast, ehe man eine Sozialhilfe gewährleistet. Dieses ist das Prinzip der Subsidiarität; das heißt, die Wohlfahrt ist das letzte Auffangnetz, um zu verhindern, dass sich die Menschen hilflos auf der Straße finden.
Aber, wenn Du auch keinen Anspruch auf eine Sozialhilfe hast, darfst Du um ein Rendezvous mit einem Mitarbeiter der Sozialhilfe in Deiner Region oder Gemeinde bitten. Es ist nicht sehr bekannt, aber die sozialen Dienste unterstützen nicht nur diejenigen welche finanzielle Hilfe benötigen, aber sie sind auch da um Leuten zu informieren, ihnen zu helfen um Lösungen für andere Probleme zu finden.
Unser Verband kann Dir auch ein Rendezvous mit einem Mitarbeiter der Sozialhilfe vorschlagen, dieses in der ganzen französischen Schweiz. Bitte nimm Kontakt auf mit contact@jeunesparents.ch.
Die Sozialdienste der Schweiz bieten keine besondere Unterstützungen für junge Eltern. Es gibt allerdings einige Organisationen welche Hilfe anbieten und für uns nützlich sein könnten.
Waadt : Dieser Kanton hat ein spezielles Programm einwickelt, für junge Erwachsene (18-25 Jahre) welche keine Ausbildung haben aber auf den Sozialdienst abgewiesen sind. Dieses nennt sich FORJAD, FORmation Jeunes Adultes en Difficultés, leider gibt es noch keinen deutschen Text. Dieses Programm ermöglicht die minimalen Aufenthaltskosten für junge Leute zu garantieren, insofern sie an einer Grundausbildung teilnehmen, welches von dem Stipendiensystem anerkannt wird. Allerdings sind die Voraussetzungen sehr genau. Wende Dich an einen Sozialarbeiter um nach Rat zu fragen.
Freiburg : Gewisse Sozialdienste erleichtern den Zugang zu einer Ausbildung, andere weniger. Momentan gibt es noch kein kantonales Programm, welches sich mit Personen beschafft die Sozialhilfe erhalten, aber welche keine weitere Ausbildung aufzuweisen haben. Auf der anderen Seite, Sozialhilfe oder nicht, der Kanton von Freiburg bietet ein Mutterschaftsgeld. Der Betrag ändert sich und ist abhängig von der persönlichen finanziellen Situation; es gibt ein Anrecht auf Unterstützung für einen Zeitraum von 12 Monaten ab dem Monat der Geburt des Kindes.
Für die anderen Kantone sind leider komplette Informationen noch nicht zur Hand. Sollte jemand damit Erfahrungen haben, bitte helfen Sie, und schreiben Sie an: karine@jeunesparents.ch
Wenn Du von der Sozialhilfe betreut wirst
Das ist normalerweise nicht eine Situation welche man mit Begeisterung akzeptiert. Obwohl man sich vielleicht eingeengt fühlt, ist es doch am besten mit dem Sozialarbeiter zusammenzuarbeiten. Was soll das heißen: zusammenarbeiten? Man soll sich entschlossen zeigen um aus dieser schwierigen Lage herauszukommen, man muss die zeitlich vorgeschriebenen Maßnahmen zu Herzen nehmen und aktiv an dem Projekt teilnehmen. Man sollte wissen, dass, wenn der Sozialarbeiter nicht den Eindruck hat, dass Du gewissenhaft mitarbeitest, hat er das Recht den Betrag, welcher Du monatlich bekommst, in gewissen Grenzen zu reduzieren.
Als Benefiziant hast Du das Recht Deine Akte zu jeder Zeit anzuschauen, Du hast das Recht einen anderen Sozialarbeiter zu beantragen, wenn Du mit dem jetzigen wirklich nicht auskommst, und natürlich darfst Du auch nach weiteren Gründen fragen welche Die Höhe Deines Beitrages entscheiden, usw.
Ist die Sozialhilfe rückzahlbar? Der Trend in den Kantons geht mehr und mehr darauf hin, die Rückerstattung der Sozialhilfe aufzugeben. Dennoch ist es von Kanton zu Kanton verschieden, informiere Dich bei Deinem Sozialarbeiter. Zum Beispiel, im Kanton von Freiburg muss die Sozialhilfe in der Regel zurückerstattet werden. Wie dem auch sei, wenn Du in Not bist sollte Dich das nicht erschrecken, die Rückerstattung wird nur dann angefragt wenn Dein neuer Lebensstandard es erlaubt.
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